Lutherbibel 1912
1. Korinther 5
1Es geht eine gemeine Rede , daß Hurerei unter euch ist, und eine solche Hurerei , davon auch die Heiden nicht zu sagen wissen : daß einer seines Vaters Weib habe .
2Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen , auf daß , der das Werk getan hat , von euch getan würde ?
3Ich zwar , der ich mit dem Leibe nicht da bin , doch mit dem Geist gegenwärtig , habe schon , als sei ich gegenwärtig , beschlossen über den, der solches getan hat :
4in dem Namen unsers HERRN Jesu Christi , in eurer Versammlung mit meinem Geist und mit der Kraft unsers HERRN Jesu Christi ,
5ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches , auf daß der Geist selig werde am Tage des HERRN Jesu .
6Euer Ruhm ist nicht fein . Wisset ihr nicht , daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert ?
7Darum feget den alten Sauerteig aus , auf daß ihr ein neuer Teig seid , gleichwie ihr ungesäuert seid . Denn wir haben auch ein Osterlamm , das ist Christus , für uns geopfert .
8Darum lasset uns Ostern halten nicht im alten Sauerteig , auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit , sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit .
9Ich habe euch geschrieben in dem Briefe , daß ihr nichts sollt zu schaffen haben mit den Hurern .
10Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser Welt oder von den Geizigen oder von den Räubern oder von den Abgöttischen ; sonst müßtet ihr die Welt räumen .
11Nun aber habe ich euch geschrieben , ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben , so jemand sich läßt einen Bruder nennen , und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgöttischer oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber ; mit dem sollt ihr auch nicht essen .
12Denn was gehen mich die draußen an, daß ich sie sollte richten ? Richtet ihr nicht , die drinnen sind?
13Gott aber wird , die draußen sind, richten . Tut von euch selbst hinaus , wer da böse ist.