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Lutherbibel 1912

1. Korinther 8

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1Von dem Götzenopfer aber wissen wir; denn wir haben alle das Wissen . Das Wissen bläst auf , aber die Liebe bessert .

2So aber jemand sich dünken läßt , er wisse etwas , der weiß noch nichts , wie er wissen soll .

3So aber jemand Gott liebt , der ist von ihm erkannt .

4So wissen wir nun von der Speise des Götzenopfers , daß ein Götze nichts in der Welt sei und daß kein andrer Gott sei als der eine .

5Und wiewohl welche sind , die Götter genannt werden , es sei im Himmel oder auf Erden ( sintemal es sind viele Götter und Herren ),

6so haben wir doch nur einen Gott , den Vater , von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm ; und einen HERRN , Jesus Christus , durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn .

7Es hat aber nicht jedermann das Wissen . Denn etliche machen sich noch ein Gewissen über dem Götzen und essen' s für Götzenopfer ; damit wird ihr Gewissen , weil es so schwach ist , befleckt .

8Aber die Speise fördert uns vor Gott nicht : essen wir, so werden wir darum nicht besser sein ; essen wir nicht , so werden wir darum nicht weniger sein .

9Sehet aber zu , daß diese eure Freiheit nicht gerate zum Anstoß der Schwachen !

10Denn so dich, der du die Erkenntnis hast , jemand sähe zu Tische sitzen im Götzenhause , wird nicht sein Gewissen , obwohl er schwach ist , ermutigt , das Götzenopfer zu essen ?

11Und also wird über deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen , um des willen doch Christus gestorben ist .

12Wenn ihr aber also sündigt an den Brüdern , und schlagt ihr schwaches Gewissen , so sündigt ihr an Christo .

13Darum , so die Speise meinen Bruder ärgert , wollt ich nimmermehr Fleisch essen , auf daß ich meinen Bruder nicht ärgere .

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