Lutherbibel 1912
2. Korinther 6
1Wir ermahnen aber euch als Mithelfer , daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget .
2Denn er spricht : “Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen .” Sehet , jetzt ist die angenehme Zeit , jetzt ist der Tag des Heils !
3Und wir geben niemand irgend ein Ärgernis , auf daß unser Amt nicht verlästert werde;
4sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes : in großer Geduld , in Trübsalen , in Nöten , in Ängsten ,
5in Schlägen , in Gefängnissen , in Aufruhren , in Arbeit , in Wachen , in Fasten ,
6in Keuschheit , in Erkenntnis , in Langmut , in Freundlichkeit , in dem heiligen Geist , in ungefärbter Liebe ,
7in dem Wort der Wahrheit , in der Kraft Gottes , durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken ,
8durch Ehre und Schande , durch böse Gerüchte und gute Gerüchte : als die Verführer , und doch wahrhaftig ;
9als die Unbekannten , und doch bekannt ; als die Sterbenden , und siehe , wir leben ; als die Gezüchtigten , und doch nicht ertötet ;
10als die Traurigen , aber allezeit fröhlich ; als die Armen , aber die doch viele reich machen ; als die nichts innehaben , und doch alles haben .
11O ihr Korinther ! unser Mund hat sich zu euch aufgetan , unser Herz ist weit .
12Ihr habt nicht engen Raum in uns ; aber eng ist' s in euren Herzen .
13Ich rede mit euch als mit meinen Kindern , daß ihr euch auch also gegen mich stellet und werdet auch weit .
14Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen . Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit ? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis ?
15Wie stimmt Christus mit Belial ? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen ?
16Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen ? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes ; wie denn Gott spricht : “Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein , und sie sollen mein Volk sein .
17Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab , spricht der HERR , und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen
18und euer Vater sein , und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein , spricht der allmächtige HERR .”