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Lutherbibel 1912

2. Könige 3

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1Joram , der Sohn Ahabs , ward König über Israel zu Samaria im achtzehnten Jahr Josaphats , des Königs Juda' s , und regierte zwölf Jahre .

2Und er tat , was dem HERRN übel gefiel ; doch nicht wie sein Vater und seine Mutter . Denn er tat weg die Säule Baals , die sein Vater machen ließ .

3Aber er blieb hangen an den Sünden Jerobeams , des Sohnes Nebats , der Israel sündigen machte , und ließ nicht davon .

4Mesa aber, der Moabiter König , hatte viele Schafe und zinste dem König Israels Wolle von hunderttausend Lämmern und hunderttausend Widdern .

5Da aber Ahab tot war , fiel der Moabiter König ab vom König Israels .

6Da zog zur selben Zeit aus der König Joram von Samaria und ordnete das ganze Israel

7und sandte hin zu Josaphat , dem König Juda' s , und ließ ihm sagen : Der Moabiter König ist von mir abgefallen ; komm mit mir , zu streiten wider die Moabiter ! Er sprach : Ich will hinaufkommen ; ich bin wie du, und mein Volk wie dein Volk , und meine Rosse wie deine Rosse .

8Und er sprach : Welchen Weg wollen wir hinaufziehen ? Er sprach : Den Weg durch die Wüste Edom .

9Also zog hin der König Israels , der König Juda' s und der König Edoms . Und da sie sieben Tagereisen zogen , hatte das Heer und das Vieh , das unter ihnen war kein Wasser .

10Da sprach der König Israels : O wehe ! der HERR hat diese drei Könige geladen , daß er sie in der Moabiter Hände gebe .

11Josaphat aber sprach : Ist kein Prophet des HERRN hier , daß wir den HERRN durch ihn ratfragen ? Da antwortete einer unter den Knechten des Königs Israels und sprach : Hier ist Elisa , der Sohn Saphats , der Elia Wasser auf die Hände goß .

12Josaphat sprach : Des HERRN Wort ist bei ihm. Also zogen sie zu ihm hinab der König Israels und Josaphat und der König Edoms .

13Elisa aber sprach zum König Israels : Was hast du mit mir zu schaffen? gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter ! Der König Israels sprach zu ihm: Nein ! denn der HERR hat diese drei Könige geladen , daß er sie in der Moabiter Hände gebe .

14Elisa sprach : So wahr der HERR Zebaoth lebt , vor dem ich stehe , wenn ich nicht Josaphat , den König Juda' s , ansähe , ich wollte dich nicht ansehen noch achten .

15So bringet mir nun einen Spielmann ! Und da der Spielmann auf den Saiten spielte , kam die Hand des HERRN auf ihn ,

16und er sprach : So spricht der HERR : Macht hier und da Gräben an diesem Bach !

17Denn so spricht der HERR : Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen ; dennoch soll der Bach voll Wasser werden , daß ihr und euer Gesinde und euer Vieh trinket .

18Dazu ist das ein Geringes vor dem HERRN ; er wird auch die Moabiter in eure Hände geben ,

19daß ihr schlagen werdet alle festen Städte und alle auserwählten Städte und werdet fällen alle guten Bäume und werdet verstopfen alle Wasserbrunnen und werdet allen guten Acker mit Steinen verderben .

20Des Morgens aber , zur Zeit, da man Speisopfer opfert , siehe , da kam ein Gewässer des Weges von Edom und füllte das Land mit Wasser .

21Da aber alle Moabiter hörten , daß die Könige heraufzogen , wider sie zu streiten , beriefen sie alle , die zur Rüstung alt genug und darüber waren , und traten an die Grenze .

22Und da sie sich des Morgens früh aufmachten und die Sonne aufging über dem Gewässer , deuchte die Moabiter das Gewässer ihnen gegenüber rot zu sein wie Blut ;

23und sie sprachen : Es ist Blut ! Die Könige haben sich mit dem Schwert verderbt , und einer wird den andern geschlagen haben . Hui, Moab , mache dich nun auf zur Ausbeute !

24Aber da sie zum Lager Israels kamen , machte sich Israel auf und schlug die Moabiter ; und sie flohen vor ihnen . Aber sie kamen hinein und schlugen Moab .

25Die Städte zerbrachen sie , und ein jeglicher warf seine Steine auf alle guten Äcker und machten sie voll und verstopften die Wasserbrunnen und fällten alle guten Bäume , bis daß nur die Steine von Kir- Hareseth übrigblieben ; und es umgaben die Stadt die Schleuderer und warfen auf sie.

26Da aber der Moabiter König sah , daß ihm der Streit zu stark war , nahm er siebenhundert Mann zu sich, die das Schwert auszogen , durchzubrechen wider den König Edoms ; aber sie konnten nicht .

27Da nahm er seinen ersten Sohn , der an seiner Statt sollte König werden , und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer . Da kam ein großer Zorn über Israel , daß sie von ihm abzogen und kehrten wieder in ihr Land .

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