Lutherbibel 1912
Amos 2
1So spricht der HERR : Um drei und vier Frevel willen Moabs will ich ihrer nicht schonen , darum daß sie die Gebeine des Königs zu Edom haben zu Asche verbrannt ;
2sondern ich will ein Feuer schicken nach Moab , das soll die Paläste zu Karioth verzehren ; und Moab soll sterben im Getümmel und Geschrei und Posaunenhall .
3Und ich will den Richter unter ihnen ausrotten und alle ihre Fürsten samt ihm erwürgen , spricht der HERR .
4So spricht der HERR : Um drei und vier Frevel willen Juda' s will ich sein nicht schonen , darum daß sie des HERRN Gesetz verachten und seine Rechte nicht halten und lassen sich ihre Lügen verführen , welchen ihre Väter nachgefolgt sind ;
5sondern ich will ein Feuer nach Juda schicken , das soll die Paläste zu Jerusalem verzehren .
6So spricht der HERR : Um drei und vier Frevel willen Israels will ich ihrer nicht schonen , darum daß sie die Gerechten um Geld und die Armen um ein Paar Schuhe verkaufen .
7Sie treten den Kopf der Armen in den Kot und hindern den Weg der Elenden . Es geht Sohn und Vater zur Dirne , daß sie meinen heiligen Namen entheiligen .
8Und bei allen Altären schlemmen sie auf den verpfändeten Kleidern und trinken Wein in ihrer Götter Hause von den Gebüßten .
9Und ich habe doch den Amoriter vor ihnen her vertilgt , der so hoch war wie die Zedern und seine Macht wie die Eichen ; und ich vertilgte oben seine Frucht und unten seine Wurzel .
10Auch habe ich euch aus Ägyptenland geführt und vierzig Jahre in der Wüste geleitet , daß ihr der Amoriter Land besäßet .
11Und habe aus euren Kindern Propheten auferweckt und Gottgeweihte aus euren Jünglingen . Ist's nicht also , ihr Kinder Israel ? spricht der HERR .
12So gebt ihr den Geweihten Wein zu trinken und gebietet den Propheten und sprecht : Ihr sollt nicht weissagen !
13Siehe , ich will's unter euch knarren machen , wie ein Wagen voll Garben knarrt ,
14daß der, so schnell ist, soll nicht entfliehen noch der Starke etwas vermögen und der Mächtige nicht soll sein Leben retten können ;
15und die Bogenschützen sollen nicht bestehen , und der schnell laufen kann , soll nicht entlaufen , und der da reitet , soll sein Leben nicht erretten ;
16und der unter den Starken der mannhafteste ist, soll nackt entfliehen müssen zu der Zeit , spricht der HERR .