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Lutherbibel 1912

Daniel 11

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1Denn ich stand ihm bei im ersten Jahr des Darius , des Meders , daß ich ihm hülfe und ihn stärkte .

2Und nun will ich dir anzeigen , was gewiß geschehen soll. Siehe, es werden drei Könige in Persien aufstehen ; der vierte aber wird den größern Reichtum haben denn alle andern; und wenn er in seinem Reichtum am mächtigsten ist , wird er alles wider das Königreich in Griechenland erregen .

3Darnach wird ein mächtiger König aufstehen und mit großer Macht herrschen , und was er will , wir er ausrichten .

4Und wenn er aufs Höchste gekommen ist , wird sein Reich zerbrechen und sich in alle vier Winde des Himmels zerteilen , nicht auf seine Nachkommen , auch nicht mit solcher Macht , wie sie gewesen ist ; denn sein Reich wird ausgerottet und Fremden zuteil werden.

5Und der König gegen Mittag , welcher ist seiner Fürsten einer, wird mächtig werden ; aber gegen ihn wird einer auch mächtig sein und herrschen , dessen Herrschaft wird groß sein .

6Nach etlichen Jahren aber werden sie sich miteinander befreunden ; die Tochter des Königs gegen Mittag wird kommen zum König gegen Mitternacht , Einigkeit zu machen . Aber ihr wird die Macht des Arms nicht bleiben , dazu wird er und sein Arm nicht bestehen bleiben ; sondern sie wird übergeben werden samt denen, die sie gebracht haben , und dem, der sie erzeugt hat , und dem, der sie eine Weile mächtig gemacht hat .

7Es wird aber der Zweige einer von ihrem Stamm aufkommen ; der wird kommen mit Heereskraft und dem König gegen Mitternacht in seine Feste fallen und wird's ausrichten und siegen .

8Auch wird er ihre Götter und Bilder samt den köstlichen Kleinoden , silbernen und goldenen , wegführen nach Ägypten und etliche Jahre vor dem König gegen Mitternacht wohl stehen bleiben .

9Und dieser wird ziehen in das Reich des Königs gegen Mittag , aber wieder in sein Land umkehren .

10Aber seine Söhne werden zornig werden und große Heere zusammenbringen ; und der eine wird kommen und wie eine Flut daherfahren und wiederum Krieg führen bis vor seine Feste .

11Da wird der König gegen Mittag ergrimmen und ausziehen und mit dem König gegen Mitternacht streiten und wird einen solchen großen Haufen zusammenbringen , daß ihm jener Haufe wird in seine Hand gegeben ,

12Und wird den Haufen wegführen . Des wird sich sein Herz überheben , daß er so viele Tausende darniedergelegt hat; aber damit wird er sein nicht mächtig werden .

13Denn der König gegen Mitternacht wird wiederum einen größeren Haufen zusammenbringen , als der vorige war; und nach etlichen Jahren wird er daherziehen mit großer Heereskraft und mit großem Gut .

14Und zur selben Zeit werden sich viele wider den König gegen Mittag setzen ; auch werden sich Abtrünnige aus deinem Volk erheben und die Weissagung erfüllen , und werden fallen .

15Also wird der König gegen Mitternacht daherziehen und einen Wall aufschütten und eine feste Stadt gewinnen ; und die Mittagsheere werden's nicht können wehren , und sein bestes Volk wird nicht können widerstehen ;

16sondern der an ihn kommt , wird seinen Willen schaffen , und niemand wird ihm widerstehen können . Er wird auch in das werte Land kommen und wird's vollenden durch seine Hand .

17Und wird sein Angesicht richten , daß er mit der Macht seines ganzen Königreichs komme . Aber er wird sich mit ihm vertragen und wird ihm seine Tochter zum Weibe geben , daß er ihn verderbe ; aber es wird ihm nicht geraten und wird nichts daraus werden.

18Darnach wird er sich kehren wider die Inseln und deren viele gewinnen . Aber ein Fürst wird ihn lehren aufhören mit Schmähen , daß er nicht mehr schmähe .

19Also wird er sich wiederum kehren zu den Festen seines Landes und wird sich stoßen und fallen , daß ihn niemand finden wird .

20Und an seiner Statt wird einer aufkommen , der wird einen Schergen sein herrliches Reich durchziehen lassen; aber nach wenigen Tagen wird er zerbrochen werden, doch weder durch Zorn noch durch Streit .

21An des Statt wird aufkommen ein Ungeachteter , welchem die Ehre des Königreichs nicht zugedacht war ; der wird mitten im Frieden kommen und das Königreich mit süßen Worten einnehmen .

22Und die Heere , die wie eine Flut daherfahren , werden von ihm wie mit einer Flut überfallen und zerbrochen werden, dazu auch der Fürst , mit dem der Bund gemacht war.

23Denn nachdem er mit ihm befreundet ist, wird er listig gegen ihn handeln und wird heraufziehen und mit geringem Volk ihn überwältigen ,

24und es wird ihm gelingen, daß er in die besten Städte des Landes kommen wird; und wird's also ausrichten , wie es weder seine Väter noch seine Voreltern tun konnten , mit Rauben , Plündern und Ausbeuten ; und wird nach den allerfestesten Städten trachten , und das eine Zeitlang .

25Und er wird seine Macht und sein Herz wider den König gegen Mittag erregen mit großer Heereskraft ; Da wird der König gegen Mittag gereizt werden zum Streit mit einer großen , mächtigen Heereskraft ; aber er wird nicht bestehen , denn es werden Verrätereien wider ihn gemacht .

26Und eben die sein Brot essen , die werden ihn helfen verderben und sein Heer unterdrücken , daß gar viele erschlagen werden .

27Und beider Könige Herz wird denken, wie sie einander Schaden tun, und werden an einem Tische fälschlich miteinander reden . Es wird ihnen aber nicht gelingen ; denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmt .

28Darnach wird er wiederum heimziehen mit großem Gut und sein Herz richten wider den heiligen Bund ; da wird er es ausrichten und also heim in sein Land ziehen .

29Darnach wird er zu gelegener Zeit wieder gegen Mittag ziehen ; aber es wird ihm zum andernmal nicht geraten wie zum erstenmal .

30Denn es werden Schiffe aus Chittim wider ihn kommen , daß er verzagen wird und umkehren muß. Da wird er wider den heiligen Bund ergrimmen und wird's nicht ausrichten ; und wird sich umsehen und an sich ziehen , die den heiligen Bund verlassen .

31Und es werden seine Heere daselbst stehen ; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das tägliche Opfer abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten .

32Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen , so den Bund übertreten. Aber die vom Volk , so ihren Gott kennen , werden sich ermannen und es ausrichten .

33Und die Verständigen im Volk werden viele andere lehren ; darüber werden sie fallen durch Schwert , Feuer , Gefängnis und Raub eine Zeitlang .

34Und wenn sie so fallen , wird ihnen eine kleine Hilfe geschehen ; aber viele werden sich zu ihnen tun betrüglich .

35Und der Verständigen werden etliche fallen , auf daß sie bewährt , rein und lauter werden , bis daß es ein Ende habe; denn es ist noch eine andere Zeit vorhanden .

36Und der König wird tun , was er will , und wird sich erheben und aufwerfen wider alles , was Gott ist; und wider den Gott aller Götter wird er greulich reden ; und es wird ihm gelingen , bis der Zorn aus sei ; denn es muß geschehen , was beschlossen ist .

37Und die Götter seiner Väter wird er nicht achten ; er wird weder Frauenliebe noch irgend eines Gottes achten ; denn er wird sich wider alles aufwerfen .

38Aber anstatt dessen wird er den Gott der Festungen ehren ; denn er wird einen Gott , davon seine Väter nichts gewußt haben , ehren mit Gold , Silber , Edelsteinen und Kleinoden

39und wird denen, so ihm helfen die Festungen stärken mit dem fremden Gott , den er erwählt hat , große Ehre tun und sie zu Herren machen über große Güter und ihnen das Land zum Lohn austeilen .

40Und am Ende wird sich der König gegen Mittag mit ihm messen ; und der König gegen Mitternacht wird gegen ihn stürmen mit Wagen , Reitern und vielen Schiffen und wird in die Länder fallen und verderben und durchziehen

41und wird in das werte Land fallen , und viele werden umkommen . Diese aber werden seiner Hand entrinnen : Edom , Moab und die Vornehmsten der Kinder Ammon .

42Und er wird seine Hand ausstrecken nach den Ländern , und Ägypten wird ihm nicht entrinnen ;

43sondern er wird herrschen über die goldenen und silbernen Schätze und über alle Kleinode Ägyptens ; Libyer und Mohren werden in seinem Zuge sein.

44Es wird ihn aber ein Geschrei erschrecken von Morgen und Mitternacht ; und er wird mit großem Grimm ausziehen , willens, viele zu vertilgen und zu verderben .

45Und er wird den Palast seines Gezeltes aufschlagen zwischen zwei Meeren um den werten heiligen Berg , bis es mit ihm ein Ende werde ; und niemand wird ihm helfen .

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