Lutherbibel 1912
5. Mose 10
1Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade,
2so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte , die auf den ersten waren , die du zerbrochen hast ; und du sollst sie in die Lade legen .
3Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln , wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Händen .
4Da schrieb er auf die Tafeln , wie die erste Schrift war, die zehn Worte , die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung ; und der HERR gab sie mir.
5Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade , die ich gemacht hatte , daß sie daselbst wären, wie mir der HERR geboten hatte .
6Und die Kinder Israel zogen aus von Beeroth-Bne- Jaakan gen Moser . Daselbst starb Aaron , und ist daselbst begraben ; und sein Sohn Eleasar ward für ihn Priester .
7Von da zogen sie aus gen Gudegoda , von Gugegoda gen Jotbatha , ein Land , da Bäche sind.
8Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus , die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN , ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf diesen Tag .
9Darum sollten die Leviten kein Teil noch Erbe haben mit ihren Brüdern ; denn der HERR ist ihr Erbe , wie der HERR , dein Gott , ihnen geredet hat .
10Ich aber stand auf dem Berge , wie das erstemal , vierzig Tage und vierzig Nächte ; und der HERR erhörte mich auch diesmal und wollte dich nicht verderben .
11Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin , daß du vor dem Volk her ziehst , daß sie hineinkommen und das Land einnehmen , das ich ihren Vätern geschworen habe ihnen zu geben .
12Nun, Israel , was fordert der HERR , dein Gott , von dir, denn daß du den HERRN , deinen Gott , fürchtest , daß du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN , deinem Gott , von ganzem Herzen und von ganzer Seele ,
13daß du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte , die ich dir heute gebiete , auf daß dir's wohl gehe ?
14Siehe , der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN , deines Gottes .
15dennoch hat er allein zu deinen Vätern Lust gehabt , daß er sie liebte , und hat ihren Samen erwählt nach ihnen, euch, aus allen Völkern , wie es heutigestages steht.
16So beschneidet nun eure Herzen und seid fürder nicht halsstarrig .
17Denn der HERR , euer Gott , ist ein Gott aller Götter und HERR über alle Herren , ein großer Gott , mächtig und schrecklich , der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt
18und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb , daß er ihnen Speise und Kleider gebe .
19Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben ; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland .
20Den HERRN , deinen Gott , sollst du fürchten , ihm sollst du dienen , ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwören .
21Er ist dein Ruhm und dein Gott , der bei dir solche große und schreckliche Dinge getan hat , die deine Augen gesehen haben .
22Deine Väter zogen hinab nach Ägypten mit siebzig Seelen ; aber nun hat dich der HERR , dein Gott , gemehrt wie die Sterne am Himmel .