Lutherbibel 1912
5. Mose 13
1Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder ,
2und das Zeichen oder Wunder kommt , davon er dir gesagt hat , und er spricht : Laß uns andern Göttern folgen , die ihr nicht kennt , und ihnen dienen ;
3so sollst du nicht gehorchen den Worten des Propheten oder Träumers ; denn der HERR , euer Gott , versucht euch , daß er erfahre , ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt .
4Denn ihr sollt dem HERRN , eurem Gott , folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen .
5Der Prophet aber oder der Träumer soll sterben , darum daß er euch von dem HERRN , eurem Gott , der euch aus Ägyptenland geführt und dich von dem Diensthause erlöst hat, abzufallen gelehrt und dich aus dem Wege verführt hat, den der HERR , dein Gott , geboten hat , darin zu wandeln , auf daß du das Böse von dir tust .
6Wenn dich dein Bruder , deiner Mutter Sohn , oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib in deinen Armen oder dein Freund , der dir ist wie dein Herz , heimlich überreden würde und sagen : Laß uns gehen und andern Göttern dienen ! -die du nicht kennst noch deine Väter ,
7von den Göttern der Völker , die um euch her sind , sie seien dir nahe oder ferne , von einem Ende der Erde bis an das andere ,
8so willige nicht darein und gehorche ihm nicht . Auch soll dein Auge seiner nicht schonen , und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen ,
9sondern sollst ihn erwürgen . Deine Hand soll die erste über ihm sein , daß man ihn töte , und darnach die Hand des ganzen Volks .
10Man soll ihn zu Tode steinigen , denn er hat dich wollen verführen von dem HERRN , deinem Gott , der dich aus Ägyptenland , aus dem Diensthaus , geführt hat ,
11auf daß ganz Israel höre und fürchte sich und man nicht mehr solch Übel vornehme unter euch.
12Wenn du hörst von irgend einer Stadt , die dir der HERR , dein Gott , gegeben hat , darin zu wohnen , daß man sagt :
13Es sind etliche heillose Leute ausgegangen unter dir und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt : Laßt uns gehen und andern Göttern dienen ! -die ihr nicht kennt -
14so sollst du sie fleißig suchen , forschen und fragen . Und so sich findet die Wahrheit , daß es gewiß also ist , daß der Greuel unter euch geschehen ist ,
15so sollst du die Bürger derselben Stadt schlagen mit des Schwertes Schärfe und sie verbannen mit allem, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schärfe des Schwerts .
16Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen , die Stadt und allen ihren Raub miteinander, dem HERRN , deinem Gott , daß sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde .
17Und laß nichts von dem Bann an deiner Hand hangen , auf daß der HERR von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich , wie er den Vätern geschworen hat ;
18darum daß du der Stimme des HERRN , deines Gottes , gehorcht hast , zu halten alle seine Gebote , die ich dir heute gebiete , daß du tust , was recht ist vor den Augen des HERRN , deines Gottes .