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Lutherbibel 1912

5. Mose 20

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1Wenn du in einen Krieg ziehst wider deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Volks , das größer ist als du, so fürchte dich nicht vor ihnen; denn der HER , dein Gott , der dich aus Ägyptenland geführt hat , ist mit dir.

2Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit , so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden

3und zu ihnen sprechen : Israel , höre zu! Ihr geht heute in den Streit wider eure Feinde ; euer Herz verzage nicht , fürchtet euch nicht und erschreckt nicht und laßt euch nicht grauen vor ihnen ;

4denn der HERR , euer Gott , geht mit euch , daß er für euch streite mit euren Feinden , euch zu helfen .

5Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen : Welcher ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht , der gehe hin und bleibe in seinem Hause , auf daß er nicht sterbe im Krieg und ein anderer weihe es ein .

6Welcher einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine Früchte noch nicht genossen , der gehe hin und bleibe daheim , daß er nicht im Kriege sterbe und ein anderer genieße seine Früchte.

7Welcher ein Weib sich verlobt hat und hat sie noch nicht heimgeholt , der gehe hin und bleibe daheim , daß er nicht im Kriege sterbe und ein anderer hole sie heim .

8Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen : Welcher sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat , der gehe hin und bleibe daheim , auf daß er nicht auch seiner Brüder Herz feige mache , wie sein Herz ist.

9Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk , so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen .

10Wenn du vor eine Stadt ziehst , sie zu bestreiten , so sollst du ihr den Frieden anbieten .

11Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf , so soll das Volk , das darin gefunden wird dir zinsbar und untertan sein .

12Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen , so belagere sie .

13Und wenn sie der HERR , dein Gott , dir in die Hand gibt , so sollst du alles, was männlich darin ist , mit des Schwertes Schärfe schlagen .

14Allein die Weiber , die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist , und allen Raub sollst du unter dich austeilen und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde , die dir der HERR , dein Gott , gegeben hat .

15Also sollst du allen Städten tun , die sehr ferne von dir liegen und nicht von den Städten dieser Völker hier sind.

16Aber in den Städten dieser Völker , die dir der HERR , dein Gott , zum Erbe geben wird , sollst du nichts leben lassen , was Odem hat ,

17sondern sollst sie verbannen , nämlich die Hethiter , Amoriter , Kanaaniter , Pheresiter , Heviter und Jebusiter , wie dir der HERR , dein Gott , geboten hat ,

18auf daß sie euch nicht lehren tun alle die Greuel , die sie ihren Göttern tun , und ihr euch versündigt an dem HERR , eurem Gott .

19Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mußt , wider die du streitest , sie zu erobern , so sollst die Bäume nicht verderben , daß du mit Äxten dran fährst ; denn du kannst davon essen , darum sollst du sie nicht ausrotten . Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht ein Mensch , daß es vor dir ein Bollwerk sein könnte .

20Welches aber Bäume sind, von denen du weißt , daß man nicht davon ißt , die sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk daraus bauen wider die Stadt , die mit dir kriegt , bis du ihrer mächtig werdest .

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