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Lutherbibel 1912

2. Mose 20

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1Und Gott redete alle diese Worte :

2Ich bin der HERR , dein Gott , der ich dich aus Ägyptenland , aus dem Diensthause , geführt habe .

3Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

4Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen , weder des , das oben im Himmel , noch des, das unten auf Erden , oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR , dein Gott , bin ein eifriger Gott , der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen ;

6und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden , die mich liebhaben und meine Gebote halten .

7Du sollst den Namen des HERRN , deines Gottes , nicht mißbrauchen ; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen , der seinen Namen mißbraucht .

8Gedenke des Sabbattags , daß Du ihn heiligest .

9Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken ;

10aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN , deines Gottes ; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling , der in deinen Toren ist.

11Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage . Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

12Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren , auf daß du lange lebest in dem Lande , daß dir der HERR , dein Gott , gibt .

13Du sollst nicht töten .

14Du sollst nicht ehebrechen .

15Du sollst nicht stehlen .

16Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten .

17Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses . Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes , noch seines Knechtes noch seiner Magd , noch seines Ochsen noch seines Esels , noch alles, was dein Nächster hat.

18Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen . Da sie aber solches sahen , flohen sie und traten von ferne

19und sprachen zu Mose : Rede du mit uns, wir wollen gehorchen ; und laß Gott nicht mit uns reden , wir möchten sonst sterben .

20Mose aber sprach zum Volk : Fürchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen , daß er euch versuchte und daß seine Furcht euch vor Augen wäre, daß ihr nicht sündigt .

21Also trat das Volk von ferne ; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel , darin Gott war.

22Und der HERR sprach zu ihm : Also sollst du den Kindern Israel sagen : Ihr habt gesehen , daß ich mit euch vom Himmel geredet habe .

23Darum sollt ihr nichts neben mir machen ; silberne und goldene Götter sollt ihr nicht machen .

24Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer , deine Schafe und Rinder opferst . Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedächtnis stiften werde , da will ich zu dir kommen und dich segnen .

25Und so du mir einen steinernen Altar machen willst , sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen ; denn wo du mit deinem Messer darüber fährst , so wirst du ihn entweihen .

26Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen , daß nicht deine Blöße aufgedeckt werde vor ihm.

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