Lutherbibel 1912
1. Mose 2
1Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer .
2Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke , die er machte , und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken , die er machte .
3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken , die Gott schuf und machte .
4Also ist Himmel und Erde geworden , da sie geschaffen sind , zu der Zeit , da Gott der HERR Erde und Himmel machte .
5Und allerlei Bäume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden , und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen ; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden , und es war kein Mensch , der das Land baute .
6Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land .
7Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß , uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase . Und also ward der Mensch eine lebendige Seele .
8Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein , den er gemacht hatte .
9Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume , lustig anzusehen und gut zu essen , und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen .
10Und es ging aus von Eden ein Strom , zu wässern den Garten , und er teilte sich von da in vier Hauptwasser .
11Das erste heißt Pison , das fließt um das ganze Land Hevila ; und daselbst findet man Gold .
12Und das Gold des Landes ist köstlich ; und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx .
13Das andere Wasser heißt Gihon , das fließt um um das ganze Mohrenland .
14Das dritte Wasser heißt Hiddekel , das fließt vor Assyrien . Das vierte Wasser ist der Euphrat .
15Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden , daß er ihn baute und bewahrte .
16Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach : Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten ;
17aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen ; denn welches Tages du davon ißt , wirst du des Todes sterben .
18Und Gott der HERR sprach : Es ist nicht gut , daß der Mensch allein sei ; ich will ihm eine Gehilfin machen , die um ihn sei.
19Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vögel unter dem Himmel , brachte er sie zu dem Menschen , daß er sähe , wie er sie nennte ; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen würde , so sollten sie heißen .
20Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen ; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.
21Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen , und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloß die Stätte zu mit Fleisch .
22Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe , die er vom Menschen nahm , und brachte sie zu ihm .
23Da sprach der Mensch : Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch ; man wird sie Männin heißen , darum daß sie vom Manne genommen ist .
24Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen , und sie werden sein ein Fleisch .
25Und sie waren beide nackt , der Mensch und das Weib , und schämten sich nicht .