Lutherbibel 1912
Hebräer 2
1Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts , das wir hören, damit wir nicht dahinfahren .
2Denn so das Wort festgeworden ist , das durch die Engel geredet ist , und eine jegliche Übertretung und jeder Ungehorsam seinen rechten Lohn empfangen hat ,
3wie wollen wir entfliehen , so wir eine solche Seligkeit nicht achten ? welche , nachdem sie zuerst gepredigt ist durch den HERRN , auf uns gekommen ist durch die , so es gehört haben ;
4und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen , Wundern und mancherlei Kräften und mit Austeilung des heiligen Geistes nach seinem Willen .
5Denn er hat nicht den Engeln untergetan die zukünftige Welt , davon wir reden .
6Es bezeugt aber einer an einem Ort und spricht : “ Was ist der Mensch , daß du sein gedenkest , und des Menschen Sohn , daß du auf ihn achtest ?
7Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen denn die Engel ; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände ;
8alles hast du unter seine Füße getan .” In dem , daß er ihm alles hat untergetan , hat er nichts gelassen , das ihm nicht untertan sei ; jetzt aber sehen wir noch nicht , daß ihm alles untertan sei .
9Den aber , der eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel , Jesum , sehen wir durchs Leiden des Todes gekrönt mit Preis und Ehre , auf daß er von Gottes Gnaden für alle den Tod schmeckte .
10Denn es ziemte dem , um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführt , daß er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte .
11Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden . Darum schämt er sich auch nicht , sie Brüder zu heißen ,
12und spricht : “Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen .”
13Und abermals : “ Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen .” und abermals : “ Siehe da, ich und die Kinder , welche mir Gott gegeben hat .”
14Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben , ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden , auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem , der des Todes Gewalt hatte , das ist dem Teufel ,
15und erlöste die , so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten .
16Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an , sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an .
17Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden , auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott , zu versöhnen die Sünden des Volks .
18Denn worin er gelitten hat und versucht ist , kann er helfen denen , die versucht werden .