Lutherbibel 1912
Hosea 11
1Da Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn , aus Ägypten .
2Aber wenn man sie jetzt ruft , so wenden sie sich davon und opfern den Baalim und räuchern den Bildern .
3Ich nahm Ephraim bei seinen Armen und leitete ihn; aber sie merkten es nicht , wie ich ihnen half .
4Ich ließ sie ein menschlich Joch ziehen und in Seilen der Liebe gehen und half ihnen das Joch an ihrem Hals tragen und gab ihnen Futter .
5Sie sollen nicht wieder nach Ägyptenland kommen , sondern Assur soll nun ihr König sein; denn sie wollen sich nicht bekehren .
6Darum soll das Schwert über ihre Städte kommen und soll ihre Riegel aufreiben und fressen um ihres Vornehmens willen.
7Mein Volk ist müde , sich zu mir zu kehren ; und wenn man ihnen predigt , so richtet sich keiner auf .
8Was soll ich aus dir machen , Ephraim ? Soll ich dich schützen , Israel ? Soll ich nicht billig ein Adama aus dir machen und dich wie Zeboim zurichten ? Aber mein Herz ist andern Sinnes , meine Barmherzigkeit ist zu brünstig ,
9daß ich nicht tun will nach meinem grimmigen Zorn , noch mich kehren , Ephraim gar zu verderben . Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der Heilige unter dir; ich will aber nicht in die Stadt kommen .
10Alsdann wird man dem HERRN nachfolgen , und er wird brüllen wie ein Löwe ; und wenn er wird brüllen , so werden erschrocken kommen die Kinder , so gegen Abend sind.
11Und die in Ägypten werden auch erschrocken kommen wie die Vögel , und die im Lande Assur wie Tauben ; und ich will sie in ihre Häuser setzen , spricht der HERR .
12In Ephraim ist allenthalben Lügen wider mich und im Hause Israel falscher Gottesdienst . Aber auch Juda hält nicht fest an Gott und an dem Heiligen , der treu ist.