Lutherbibel 1912
Hosea 6
1Kommt , wir wollen wieder zum HERRN ; denn er hat uns zerrissen , er wird uns auch heilen ; er hat uns geschlagen , er wird uns auch verbinden .
2Er macht uns lebendig nach zwei Tagen ; er wird uns am dritten Tag aufrichten , daß wir vor ihm leben werden.
3Dann werden wir acht darauf haben und fleißig sein , daß wir den HERRN erkennen . Denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen , wie ein Spätregen , der das Land feuchtet .
4Was soll ich dir tun , Ephraim ? was soll ich dir tun , Juda ? Denn eure Liebe ist wie eine Morgenwolke und wie ein Tau , der frühmorgens vergeht .
5Darum schlage ich sie durch die Propheten und töte sie durch meines Mundes Rede , daß mein Recht wie das Licht hervorkomme .
6Denn ich habe Lust an der Liebe , und nicht am Opfer , und an der Erkenntnis Gottes , und nicht am Brandopfer .
7Aber sie übertreten den Bund wie Adam ; darin verachten sie mich.
8Denn Gilead ist eine Stadt voll Abgötterei und Blutschulden .
9Und die Priester samt ihrem Haufen sind wie die Räuber, so da lauern auf die Leute und würgen auf dem Wege , der gen Sichem geht; denn sie tun , was sie wollen .
10Ich sehe im Hause Israel , davor mir graut ; denn da hurt Ephraim und verunreinigt sich Israel .
11Aber auch Juda wird noch eine Ernte vor sich haben , wenn ich meines Volks Gefängnis wenden werde .