Lutherbibel 1912
Jesaja 18
1Weh dem Lande , das unter den Segeln im Schatten fährt, jenseits der Wasser des Mohrenlandes ,
2das Botschafter auf dem Meer sendet und in Rohrschiffen auf den Wassern fährt! Gehet hin , ihr schnellen Boten , zum Volk , das hochgewachsen und glatt ist, zum Volk , das schrecklicher ist denn sonst irgend eins, zum Volk , das gebeut und zertritt , welchem die Wasserströme sein Land einnehmen .
3Alle, die ihr auf Erden wohnet und im Lande sitzet , werden sehen , wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird , und hören , wie man die Drommeten blasen wird .
4Denn so spricht der HERR zu mir : Ich will stillhalten und schauen in meinem Sitz wie bei heller Hitze im Sonnenschein , wie bei Taugewölk in der Hitze der Ernte .
5Denn vor der Ernte , wenn die Blüte vorüber ist und die Traube reift , wird man die Ranken mit Hippen abschneiden und die Reben wegnehmen und abhauen ,
6daß man's miteinander läßt liegen den Vögeln auf den Bergen und den Tieren im Lande , daß des Sommers die Vögel darin nisten und des Winters allerlei Tiere im Lande darin liegen .
7Zu der Zeit wird das hochgewachsenen und glatte Volk , das schrecklicher ist denn sonst irgend eins , das gebeut und zertritt , welchem die Wasserströme sein Land einnehmen , Geschenke bringen dem HERRN Zebaoth an den Ort , da der Name des HERRN Zebaoth ist, zum Berge Zion .