Lutherbibel 1912
Jesaja 34
1Kommt herzu , ihr Heiden , und höret , ihr Völker , merkt auf ! Die Erde höre zu und was darinnen ist , der Weltkreis samt seinem Gewächs !
2Denn der HERR ist zornig über alle Heiden und grimmig über all ihr Heer . Er wird sie verbannen und zum Schlachten überantworten .
3Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden , daß der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird und die Berge von ihrem Blut fließen .
4Und wird alles Heer des Himmels verfaulen , und der Himmel wird zusammengerollt werden wie ein Buch , und all sein Heer wird verwelken , wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum .
5Denn mein Schwert ist trunken im Himmel ; und siehe , es wird herniederfahren auf Edom und über das verbannte Volk zur Strafe .
6Des HERRN Schwert ist voll Blut und dick von Fett , vom Blut der Lämmer und Böcke , von der Nieren Fett aus den Widdern ; denn der HERR hält ein Schlachten zu Bozra und ein großes Würgen im Lande Edom .
7Da werden die Einhörner samt ihnen herunter müssen und die Farren samt den gemästeten Ochsen . Denn ihr Land wird trunken werden von Blut und ihre Erde dick werden von Fett .
8Denn das ist der Tag der Rache des HERRN und das Jahr der Vergeltung , zu rächen Zion .
9Da werden Edoms Bäche zu Pech werden und seine Erde zu Schwefel ; ja sein Land wird zu brennendem Pech werden,
10das weder Jahr noch Tag verlöschen wird , sondern ewiglich wird Rauch von ihm aufgehen ; und es wird für und für wüst sein , daß niemand dadurchgehen wird in Ewigkeit ;
11sondern Rohrdommeln und Igel werden's innehaben , Nachteulen und Raben werden daselbst wohnen . Denn er wird eine Meßschnur darüber ziehen , daß es wüst werde , und ein Richtblei , daß es öde sei,
12daß seine Herren heißen müssen Herren ohne Land und alle seine Fürsten ein Ende haben ;
13und werden Dornen wachsen in seinen Palästen , Nesseln und Disteln in seinen Schlössern ; und es wird eine Behausung sein der Schakale und Weide für die Strauße .
14Da werden untereinander laufen Wüstentiere und wilde Hunde , und ein Feldteufel wird dem andern begegnen ; der Kobold wird auch daselbst herbergen und seine Ruhe daselbst finden .
15Die Natter wird auch daselbst nisten und legen , brüten und aushecken unter seinem Schatten ; auch werden die Weihen daselbst zusammenkommen .
16Suchet nun in dem Buch des HERRN und leset ! es wird nicht an einem derselben fehlen ; man vermißt auch nicht dies noch das . Denn er ist's, der durch meinen Mund gebeut , und sein Geist ist's, der es zusammenbringt .
17Er wirft das Los für sie, und seine Hand teilt das Maß aus unter sie, daß sie darin erben ewiglich und darin bleiben für und für .