Lutherbibel 1912
Jeremia 24
1Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe , gestellt vor den Tempel des HERRN , nachdem der König zu Babel , Nebukadnezar , hatte weggeführt Jechonja , den Sohn Jojakims , den König Juda' s , samt den Fürsten Juda' s und den Zimmerleuten und Schmieden von Jerusalem und gen Babel gebracht .
2In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen , wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korb waren sehr schlechte Feigen , daß man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie.
3Und der HERR sprach zu mir : Jeremia , was siehst du? Ich sprach : Feigen ; die guten Feigen sind sehr gut , und die schlechten sind sehr schlecht , daß man sie nicht essen kann , so schlecht sind sie.
4Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach :
5So spricht der HERR , der Gott Israels : Gleichwie diese Feigen gut sind, also will ich mich gnädig annehmen der Gefangenen aus Juda , welche ich habe aus dieser Stätte lassen ziehen in der Chaldäer Land ,
6und will sie gnädig ansehen , und will sie wieder in dies Land bringen, und will sie bauen und nicht abbrechen ; ich will sie pflanzen und nicht ausraufen ,
7und will ihnen ein Herz geben , daß sie mich kennen sollen, daß ich der HERR sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren .
8Aber wie die schlechten Feigen so schlecht sind , daß man sie nicht essen kann , spricht der HERR , also will ich dahingeben Zedekia , den König Juda' s samt seinen Fürsten , und was übrig ist zu Jerusalem und übrig in diesem Lande und die in Ägyptenland wohnen .
9Und will ihnen Unglück zufügen und sie in keinem Königreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen zu Schanden werden, zum Sprichwort , zur Fabel und zum Fluch an allen Orten , dahin ich sie verstoßen werde ;
10und will Schwert , Hunger und Pestilenz unter sie schicken , bis sie umkommen von dem Lande , das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe .