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Lutherbibel 1912

Jeremia 26

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1Im Anfang des Königreichs Jojakims , des Sohnes Josias , des Königs in Juda, geschah dies Wort vom HERRN und sprach :

2So spricht der HERR : Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige allen Städten Juda' s , die da hereingehen , anzubeten im Hause des HERRN , alle Worte , die ich dir befohlen habe ihnen zu sagen , und tue nichts davon ;

3ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren , ein jeglicher von seinem bösen Wesen , damit mich auch reuen möchte das Übel , das ich gedenke ihnen zu tun um ihres bösen Wandels willen.

4Und sprich zu ihnen : So spricht der HERR : Werdet ihr mir nicht gehorchen , daß ihr nach meinem Gesetz wandelt , das ich euch vorgelegt habe ,

5daß ihr hört auf die Worte meiner Knechte , der Propheten , welche ich stets zu euch gesandt habe , und ihr doch nicht hören wolltet :

6so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen .

7Da nun die Priester , Propheten und alles Volk hörten Jeremia , daß er solche Worte redete im Hause des HERRN ,

8und Jeremia nun ausgeredet hatte alles , was ihm der HERR befohlen hatte , allem Volk zu sagen , griffen ihn die Priester , Propheten und das ganze Volk und sprachen : Du mußt sterben !

9Warum weissagst du im Namen des HERRN und sagst : Es wird diesem Hause gehen wie Silo , daß niemand mehr darin wohne ? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia .

10Da solches hörten die Fürsten Juda' s gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich vor das neue Tor des HERRN .

11Und die Priester und Propheten sprachen vor den Fürsten und allem Volk : Dieser ist des Todes schuldig ; denn er hat geweissagt wider diese Stadt , wie ihr mit euren Ohren gehört habt .

12Aber Jeremia sprach zu allen Fürsten und zu allem Volk : Der HERR hat mich gesandt , daß ich solches alles , was ihr gehört habt , sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt .

13So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorcht der Stimme des HERRN , eures Gottes , so wird den HERRN auch gereuen das Übel , das er wider euch geredet hat .

14Siehe, ich bin in euren Händen ; ihr mögt es machen mit mir , wie es euch recht und gut dünkt .

15Doch sollt ihr wissen : wo ihr mich tötet , so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst , auf diese Stadt und ihre Einwohner . Denn wahrlich , der HERR hat mich zu euch gesandt , daß ich solches alles vor euren Ohren reden soll .

16Da sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten : Dieser ist des Todes nicht schuldig ; denn er hat zu uns geredet im Namen des HERRN , unsers Gottes .

17Und es standen etliche der Ältesten im Lande und sprachen zum ganzen Haufen des Volks :

18Zur Zeit Hiskias , des Königs in Juda , war ein Prophet , Micha von Moreseth , und sprach zum ganzen Volk Juda : So spricht der HERR Zebaoth : Zion wird wie ein Acker gepflügt werden, und Jerusalem wird zum Steinhaufen werden und der Berg des Tempels zu einer wilden Höhe .

19Doch ließ ihn Hiskia , der König Juda' s und das ganze Juda darum nicht töten ; ja sie fürchteten vielmehr den HERRN und beteten vor dem HERRN . Da reute auch den HERRN das Übel , das er wider sie geredet hatte . Darum täten wir sehr übel wider unsre Seelen .

20So war auch einer , der im Namen des HERRN weissagte , Uria , der Sohn Semajas , von Kirjath- Jearim . Derselbe weissagte wider diese Stadt und wider das Land gleichwie Jeremia .

21Da aber der König Jojakim und alle seine Gewaltigen und die Fürsten seine Worte hörten , wollte ihn der König töten lassen . Und Uria erfuhr das, fürchtete sich und floh und zog nach Ägypten .

22Aber der König Jojakim schickte Leute nach Ägypten , Elnathan , den Sohn Achbors , und andere mit ihm ;

23die führten ihn aus Ägypten und brachten ihn zum König Jojakim ; der ließ ihn mit dem Schwert töten und ließ seinen Leichnam unter dem gemeinen Pöbel begraben .

24Aber mit Jeremia war die Hand Ahikams , des Sohnes Saphans , daß er nicht dem Volk in die Hände kam , daß sie ihn töteten .

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