Lutherbibel 1912
Hiob 26
1Hiob antwortete und sprach :
2Wie stehest du dem bei , der keine Kraft hat, hilfst dem, der keine Stärke in den Armen hat!
3Wie gibst du Rat dem, der keine Weisheit hat, und tust kund Verstandes die Fülle !
4Zu wem redest du ? und wes Odem geht von dir aus ?
5Die Toten ängsten sich tief unter den Wassern und denen, die darin wohnen .
6Das Grab ist aufgedeckt vor ihm, und der Abgrund hat keine Decke .
7Er breitet aus die Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts .
8Er faßt das Wasser zusammen in seine Wolken , und die Wolken zerreißen darunter nicht .
9Er verhüllt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor .
10Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt , bis wo Licht und Finsternis sich scheiden .
11Die Säulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten .
12Von seiner Kraft wird das Meer plötzlich ungestüm , und durch seinen Verstand zerschmettert er Rahab .
13Am Himmel wird's schön durch seinen Wind , und seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange .
14Siehe , also geht sein Tun , und nur ein geringes Wörtlein davon haben wir vernommen . Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen ?