Lutherbibel 1912
Hiob 37
1Des entsetzt sich mein Herz und bebt .
2O höret doch, wie der Donner zürnt , und was für Gespräch von seinem Munde ausgeht !
3Er läßt ihn hinfahren unter allen Himmeln , und sein Blitz scheint auf die Enden der Erde .
4Ihm nach brüllt der Donner , und er donnert mit seinem großen Schall ; und wenn sein Donner gehört wird , kann man's nicht aufhalten .
5Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge und wird doch nicht erkannt .
6Er spricht zum Schnee , so ist er bald auf Erden , und zum Platzregen , so ist der Platzregen da mit Macht .
7Aller Menschen Hand hält er verschlossen , daß die Leute lernen , was er tun kann .
8Das wilde Tier geht in seine Höhle und bleibt an seinem Ort .
9Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Kälte .
10Vom Odem Gottes kommt Frost , und große Wasser ziehen sich eng zusammen .
11Die Wolken beschwert er mit Wasser , und durch das Gewölk bricht sein Licht .
12Er kehrt die Wolken, wo er hin will , daß sie schaffen alles , was er ihnen gebeut , auf dem Erdboden :
13es sei zur Züchtigung über ein Land oder zur Gnade , läßt er sie kommen .
14Da merke auf , Hiob , stehe und vernimm die Wunder Gottes !
15Weißt du wie Gott solches über sie bringt und wie er das Licht aus seinen Wolken läßt hervorbrechen ?
16Weißt du wie sich die Wolken ausstreuen , die Wunder des, der vollkommen ist an Wissen ?
17Du , des Kleider warm sind, wenn das Land still ist vom Mittagswinde ,
18ja, du wirst mit ihm den Himmel ausbreiten , der fest ist wie ein gegossener Spiegel .
19Zeige uns, was wir ihm sagen sollen ; denn wir können nichts vorbringen vor Finsternis .
20Wer wird ihm erzählen , daß ich wolle reden ? So jemand redet , der wird verschlungen .
21Jetzt sieht man das Licht nicht , das am Himmel hell leuchtet ; wenn aber der Wind weht , so wird's klar .
22Von Mitternacht kommt Gold ; um Gott her ist schrecklicher Glanz .
23Den Allmächtigen aber können wir nicht finden , der so groß ist von Kraft ; das Recht und eine gute Sache beugt er nicht .
24Darum müssen ihn fürchten die Leute ; und er sieht keinen an, wie weise sie sind.