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Lutherbibel 1912

Sprüche 9

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1Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen ,

2schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch

3und sandte ihre Dirnen aus , zu rufen oben auf den Höhen der Stadt :

4“Wer verständig ist , der mache sich hierher !”, und zum Narren sprach sie :

5“ Kommet , zehret von meinem Brot und trinket den Wein , den ich schenke ;

6verlaßt das unverständige Wesen, so werdet ihr leben , und gehet auf dem Wege der Klugheit .”

7Wer den Spötter züchtigt , der muß Schande auf sich nehmen ; und wer den Gottlosen straft , der muß gehöhnt werden .

8Strafe den Spötter nicht, er haßt dich ; strafe den Weisen , der wird dich lieben .

9Gib dem Weisen , so wird er noch weiser werden ; lehre den Gerechten , so wird er in der Lehre zunehmen .

10Der Weisheit Anfang ist des HERRN Furcht , und den Heiligen erkennen ist Verstand .

11Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden .

12Bist du weise , so bist du dir weise ; bist du ein Spötter , so wirst du es allein tragen .

13Es ist aber ein törichtes , wildes Weib , voll Schwätzens , und weiß nichts ;

14die sitzt in der Tür ihres Hauses auf dem Stuhl , oben in der Stadt ,

15zu laden alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln :

16“Wer unverständig ist, der mache sich hierher!”, und zum Narren spricht sie :

17“Die gestohlenen Wasser sind süß , und das verborgene Brot schmeckt wohl .”

18Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube .

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