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Lutherbibel 1912

Psalmen 107

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1Danket dem HERRN ; denn er ist freundlich , und seine Güte währet ewiglich .

2So sollen sagen , die erlöst sind durch den HERRN , die er aus der Not erlöst hat

3und die er aus den Ländern zusammengebracht hat vom Aufgang , vom Niedergang , von Mitternacht und vom Meer .

4Die irregingen in der Wüste , in ungebahntem Wege , und fanden keine Stadt , da sie wohnen konnten ,

5hungrig und durstig , und ihre Seele verschmachtete ;

6die zum HERRN riefen in ihrer Not , und er errettete sie aus ihren Ängsten

7und führte sie einen richtigen Weg , daß sie gingen zur Stadt , da sie wohnen konnten :

8die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder , die er an den Menschenkindern tut,

9daß er sättigt die durstige Seele und füllt die hungrige Seele mit Gutem .

10Die da sitzen mußten in Finsternis und Dunkel , gefangen in Zwang und Eisen ,

11darum daß sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Höchsten geschändet hatten ,

12dafür ihr Herz mit Unglück geplagt werden mußte , daß sie dalagen und ihnen niemand half ;

13die zum HERRN riefen in ihrer Not , und er half ihnen aus ihren Ängsten

14und führte sie aus der Finsternis und Dunkel und zerriß ihre Bande :

15die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder , die an den Menschenkindern tut,

16daß er zerbricht eherne Türen und zerschlägt eiserne Riegel .

17Die Narren , so geplagt waren um ihrer Übertretung willen und um ihrer Sünden willen,

18daß ihnen ekelte vor aller Speise und sie todkrank wurden ;

19die riefen zum HERRN in ihrer Not , und er half ihnen aus ihren Ängsten ,

20er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, daß sie nicht starben :

21die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder , die er an den Menschenkindern tut,

22und Dank opfern und erzählen seine Werke mit Freuden .

23Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in großen Wassern ;

24die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer ,

25wenn er sprach und einen Sturmwind erregte , der die Wellen erhob ,

26und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren , daß ihre Seele vor Angst verzagte ,

27daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wußten keinen Rat mehr ;

28die zum HERRN schrieen in ihrer Not , und er führte sie aus ihren Ängsten

29und stillte das Ungewitter , daß die Wellen sich legten

30und sie froh wurden , daß es still geworden war und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch :

31die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder , die er an den Menschenkindern tut,

32und ihn bei der Gemeinde preisen und bei den Alten rühmen .

33Er machte Bäche trocken und ließ Wasserquellen versiegen ,

34daß ein fruchtbar Land zur Salzwüste wurde um der Bosheit willen derer, die darin wohnten .

35Er machte das Trockene wiederum wasserreich und im dürren Lande Wasserquellen

36und hat die Hungrigen dahingesetzt , daß sie eine Stadt zurichten , da sie wohnen konnten ,

37und Äcker besäen und Weinberge pflanzen möchten und die jährlichen Früchte gewönnen .

38Und er segnete sie, daß sie sich sehr mehrten , und gab ihnen viel Vieh .

39Sie waren niedergedrückt und geschwächt von dem Bösen , das sie gezwungen und gedrungen hatte .

40Er schüttete Verachtung auf die Fürsten und ließ sie irren in der Wüste , da kein Weg ist,

41und schützte den Armen vor Elend und mehrte sein Geschlecht wie eine Herde .

42Solches werden die Frommen sehen und sich freuen ; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden.

43Wer ist weise und behält dies ? So werden sie merken , wie viel Wohltaten der HERR erzeigt.

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