Lutherbibel 1912
Sacharja 5
1Und ich hob meine Augen abermals auf und sah , und siehe , da war ein fliegender Brief .
2Und er sprach zu mir: Was siehst du ? Ich aber sprach : Ich sehe einen fliegenden Brief , der ist zwanzig ellen lang und zehn Ellen breit .
3Und er sprach zu mir: das ist der Fluch , welcher ausgeht über das ganze Land ; denn alle Diebe werden nach diesem Briefe ausgefegt , und alle Meineidigen werden nach diesem Briefe ausgefegt .
4Ich will ihn ausgehen lassen , spricht der HERR Zebaoth , daß er soll kommen über das Haus des Diebes und über das Haus derer, die bei meinem Namen fälschlich schwören ; er soll bleiben in ihrem Hause und soll's verzehren samt seinem Holz und Steinen .
5Und der Engel , der mit mir redete , ging heraus und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und siehe ! Was geht da heraus ?
6Und ich sprach : Was ist' s ? Er aber sprach : Ein Epha geht heraus , und sprach : Das ist ihre Gestalt im ganzen Lande .
7Und siehe , es hob sich ein Zentner Blei ; und da war ein Weib , das saß im Epha .
8Er aber sprach : Das ist die Gottlosigkeit . Und er warf sie in das Epha und warf den Klumpen Blei oben aufs Loch .
9Und ich hob meine Augen auf und sah , und siehe , zwei Weiber gingen heraus und hatten Flügel , die der Wind trieb , es waren aber Flügel wie Storchflügel ; und sie führten das Epha zwischen Erde und Himmel .
10Und ich sprach zu dem Engel , der mit mir redete : Wo führen die das Epha hin ?
11Er aber sprach zu mir: Daß ihm ein Haus gebaut werde im Lande Sinear und bereitet und es daselbst gesetzt werde auf seinen Boden .