Lutherbibel 1912
Sacharja 9
1Dies ist die Last , davon der HERR redet über das Land Hadrach und die sich niederläßt auf Damaskus ( denn der HERR schaut auf die Menschen und auf alle Stämme Israels );
2dazu über Hamath , die daran grenzt ; über Tyrus und Sidon auch , die sehr weise sind .
3Denn Tyrus baute sich eine Feste und sammelte Silber wie Sand und Gold wie Kot auf der Gasse .
4Aber siehe , der Herr wird sie verderben und wird ihre Macht , die sie auf dem Meer hat, schlagen , und sie wird mit Feuer verbrannt werden .
5Wenn das Askalon sehen wird , wird sie erschrecken , und Gaza wird sehr Angst werden , dazu Ekron ; denn ihre Zuversicht wird zu Schanden , und es wird aus sein mit dem König zu Gaza , und zu Askalon wird man nicht wohnen .
6Zu Asdod werden Fremde wohnen ; und ich will der Philister Pracht ausrotten .
7Und ich will ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel von ihren Zähnen , daß sie auch sollen unserm Gott übrigbleiben , daß sie werden wie Fürsten in Juda und Ekron wie die Jebusiter .
8Und ich will selbst um mein Haus das Lager sein wider das Kriegsvolk , daß es nicht dürfe hin und her ziehen , daß nicht mehr über sie fahre der Treiber ; denn ich habe es nun angesehen mit meinen Augen .
9Aber du, Tochter Zion , freue dich sehr , und du, Tochter Jerusalem , jauchze ! Siehe , dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer , arm , und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin .
10Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem , und der Streitbogen soll zerbrochen werden ; denn er wird Frieden lehren unter den Heiden ; und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andere und vom Strom bis an der Welt Ende .
11Auch lasse ich durchs Blut deines Bundes los deine Gefangenen aus der Grube , darin kein Wasser ist .
12So kehrt euch nun zu der Festung , ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt ; denn auch heute verkündige ich , daß ich dir Zwiefältiges vergelten will .
13Denn ich habe mir Juda gespannt zum Bogen und Ephraim gerüstet und will deine Kinder , Zion , erwecken über deine Kinder , Griechenland , und will dich machen zu einem Schwert der Riesen .
14Und der HERR wird über ihnen erscheinen , und seine Pfeile werden ausfahren wie der Blitz ; und der Herr HERR wird die Posaune blasen und wird einhertreten wie die Wetter vom Mittag .
15Der HERR Zebaoth wird sie schützen , daß sie um sich fressen und unter sich treten die Schleudersteine , daß sie trinken und lärmen wie vom Wein und voll werden wie das Becken und wie die Ecken des Altars .
16Und der HERR , ihr Gott , wird ihnen zu der Zeit helfen als der Herde seines Volks ; denn wie edle Steine werden sie in seinem Lande glänzen .
17Denn was haben sie doch Gutes , und was haben sie doch Schönes ! Korn macht Jünglinge und Most macht Jungfrauen blühen .