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Lutherbibel 1912

Jesaja 24

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1Siehe, der HERR macht das Land leer und wüst und wirft um , was darin ist , und zerstreut seine Einwohner .

2Und es geht dem Priester wie dem Volk , dem Herrn wie dem Knecht , der Frau wie der Magd , dem Verkäufer wie dem Käufer , dem Leiher wie dem Borger , dem Mahnenden wie dem Schuldner .

3Denn das Land wird leer und beraubt sein ; denn der HERR hat solches geredet .

4Das Land steht jämmerlich und verderbt ; der Erdboden nimmt ab und verdirbt ; die Höchsten des Volks im Lande nehmen ab .

5Das Land ist entheiligt von seinen Einwohnern ; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund .

6Darum frißt der Fluch das Land ; denn sie verschulden' s , die darin wohnen . Darum verdorren die Einwohner des Landes , also daß wenig Leute übrigbleiben .

7Der Most verschwindet , der Weinstock verschmachtet ; und alle, die von Herzen fröhlich waren, seufzen .

8Die Freude der Pauken feiert , das Jauchzen der Fröhlichen ist aus , und die Freude der Harfe hat ein Ende .

9Man singt nicht mehr beim Weintrinken , und gutes Getränk ist bitter denen , die es trinken .

10Die leere Stadt ist zerbrochen ; alle Häuser sind zugeschlossen , daß niemand hineingeht .

11Man klagt um den Wein auf den Gassen , daß alle Freude weg ist , alle Wonne des Landes dahin ist .

12Eitel Wüstung ist in der Stadt geblieben , und die Tore stehen öde .

13Denn es geht im Lande und im Volk eben, wie wenn ein Ölbaum abgepflückt ist , wie wenn man nachliest , so die Weinernte aus ist .

14Dieselben heben ihre Stimme auf und rühmen und jauchzen vom Meer her über der Herrlichkeit des HERRN .

15So preiset nun den HERRN in den Gründen , in den Inseln des Meeres den Namen des HERRN , des Gottes Israels .

16Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten . Und ich muß sagen : Wie bin ich aber so elend ! wie bin ich aber so elend ! Weh mir ! denn es rauben die Räuber , ja immerfort rauben die Räuber .

17Darum kommt über euch, Bewohner der Erde , Schrecken , Grube und Strick .

18Und ob einer entflöhe vor dem Geschrei des Schreckens , so wird er doch in die Grube fallen ; kommt er aus der Grube , so wird er doch im Strick gefangen werden . Denn die Fenster der Höhe sind aufgetan , und die Grundfesten der Erde beben .

19Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen , zerbersten und zerfallen .

20Die Erde wird taumelm wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie ein Hängebett ; denn ihre Missetat drückt sie , daß sie fallen muß und kann nicht stehenbleiben .

21Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen das hohe Heer , das in der Höhe ist, und die Könige der Erde , die auf Erden sind ,

22daß sie versammelt werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden .

23Und der Mond wird sich schämen , und die Sonne mit Schanden bestehen , wenn der HERR Zebaoth König sein wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem und vor seinen Ältesten in der Herrlichkeit .

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