Lutherbibel 1912
Jesaja 25
1HERR , du bist mein Gott ! dich preise ich ; ich lobe deinen Namen , denn du tust Wunder ; dein Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig .
2Denn du machst die Stadt zum Steinhaufen , die feste Stadt , daß sie auf einem Haufen liegt, der Fremden Palast , daß sie nicht mehr eine Stadt sei und nimmermehr gebaut werde .
3Darum ehrt dich ein mächtiges Volk : die Städte gewaltiger Heiden fürchten dich .
4Denn du bist der Geringen Stärke , der Armen Stärke in der Trübsal , eine Zuflucht vor dem Ungewitter , ein Schatten vor der Hitze , wenn die Tyrannen wüten wie ein Ungewitter wider eine Wand .
5Du demütigst der Fremden Ungestüm wie die Hitze in einem dürren Ort ; wie die Hitze durch der Wolken Schatten , so wird gedämpft der Tyrannen Siegesgesang .
6Und der HERR Zebaoth wird allen Völkern machen auf diesem Berge ein fettes Mahl , ein Mahl von reinem Wein , von Fett , von Mark , von Wein , darin keine Hefe ist .
7Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegtun , damit alle Völker verhüllt sind , und die Decke , mit der alle Heiden zugedeckt sind .
8Er wird den Tod verschlingen ewiglich ; und der Herr HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben alle Schmach seines Volks in allen Landen ; denn der HERR hat's gesagt .
9Zu der Zeit wird man sagen : Siehe, das ist unser Gott , auf den wir harren , und er wird uns helfen ; das ist der HERR auf den wir harren , daß wir uns freuen und fröhlich seien in seinem Heil .
10Denn die Hand des HERRN ruht auf diesem Berge . Moab aber wird unter ihm zertreten werden , wie Stroh zertreten wird und wie Kot .
11Und er wird seine Hände ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein Schwimmer ausbreitet , zu schwimmen ; und wird ihre Pracht erniedrigen mit den Armen seiner Hände
12und die hohen Festen eurer Mauern beugen , erniedrigen und in den Staub zu Boden werfen .