Lutherbibel 1912
Hiob 18
1Da antwortete Bildad von Suah und sprach :
2Wann wollt ihr der Reden ein Ende machen ? Merkt doch ; darnach wollen wir reden .
3Warum werden wir geachtet wie Vieh und sind so unrein vor euren Augen ?
4Willst du vor Zorn bersten ? Meinst du, daß um deinetwillen die Erde verlassen werde und der Fels von seinem Ort versetzt werde ?
5Und doch wird das Licht der Gottlosen verlöschen , und der Funke seines Feuers wird nicht leuchten .
6Das Licht wird finster werden in seiner Hütte , und seine Leuchte über ihm verlöschen .
7Seine kräftigen Schritte werden in die Enge kommen , und sein Anschlag wird ihn fällen .
8Denn er ist mit seinen Füßen in den Strick gebracht und wandelt im Netz .
9Der Strick wird seine Ferse halten , und die Schlinge wird ihn erhaschen .
10Sein Strick ist gelegt in die Erde , und seine Falle auf seinem Gang .
11Um und um wird ihn schrecken plötzliche Furcht , daß er nicht weiß, wo er hinaus soll .
12Hunger wird seine Habe sein , und Unglück wird ihm bereit sein und anhangen .
13Die Glieder seines Leibes werden verzehrt werden ; seine Glieder wird verzehren der Erstgeborene des Todes .
14Seine Hoffnung wird aus seiner Hütte ausgerottet werden , und es wird ihn treiben zum König des Schreckens .
15In seiner Hütte wird nichts bleiben ; über seine Stätte wird Schwefel gestreut werden .
16Von unten werden verdorren seine Wurzeln , und von oben abgeschnitten seine Zweige .
17Sein Gedächtnis wird vergehen in dem Lande , und er wird keinen Namen haben auf der Gasse .
18Er wird vom Licht in die Finsternis vertrieben und vom Erdboden verstoßen werden .
19Er wird keine Kinder haben und keine Enkel unter seinem Volk ; es wird ihm keiner übrigbleiben in seinen Gütern .
20Die nach ihm kommen , werden sich über seinen Tag entsetzen ; und die vor ihm sind , wird eine Furcht ankommen .
21Das ist die Wohnung des Ungerechten ; und dies ist die Stätte des, der Gott nicht achtet .